Bad Weather Day

Der erste Schritt für den Groundfloor
Seit einigen Tagen ist das Wetter auf Cape Breton Island nicht das Beste, dennoch hat Ray bereits mit dem Fußboden angefangen. Der Unterbau besteht aus einem sogenannten „Silent Floor“, d.h., das der Boden sehr leise sein wird und auch nicht nach einiger Zeit zu knarren anfängt.

Bad Weather Day

In der separaten Bilder Galerie kann man sehen, dass wir jetzt auch Strom auf unserem Grundstück haben. (Die Bilder Galerie ist noch nicht online). Es geht also vorwärts. Für nächste Woche ist bereits die Installation der Aussenwände geplant. Wir hoffen natürlich, dass sich das Wetter wieder bessert und die Arbeiten auch weiterhin so zügig weiter gehen.

Am Donnerstag letzter Woche habe ich noch mit Ray telefoniert und er sieht überhaupt kein Problem „Red Cove Heights“ in unserem geplanten Zeitrahmen fertigzustellen.

Gabi und ich haben jedenfalls extrem gute Laune.

Jetzt kommt doch noch ein kleiner Nachtrag:
Ich habe gerade mit Jörg und Beety in St. Peters telefoniert und erfahren, dass der Regen auch etwas Gutes hat. Da die Regenrohre schon verlegt sind, konnte man wohl sehr gut sehen, dass das Regenwasser direkt in den Atlantik läuft. Die Balken für den Dachstuhl liegen auch schon auf dem Grundstück. Ebenso wie das gesamte Holz für den Fußboden.
Ich denke, dass in den nächsten 1-2 Wochen eine Menge passieren wird.

Wasser! Wir haben Wasser!

Drei Tage später
Dieses Bild ist heute Nacht gekommen. Nur drei Tage später ist also die Betonwanne, oder auch der Crawl Space (Kriechkeller), fertig gegossen. Offensichtlich geht es jetzt Schlag auf Schlag.

Das Red Cove Fundament

Das Red Cove Fundament

Noch besser ist aber folgende Info:

Zitat:
„the well driller went down 80 meters and has water. 9.5 liters per minute.Friday evening will send some more pictures.best regards from kevin“

Konkret heißt das, dass die Brunnenbohrung erfolgreich war. Der Bohrer ist auf 80m Tiefe gegangen und pumpt nun 9,5 Liter Wasser die Minute. Da habe ich doch extrem gute Laune. Man hätte ja auch noch auf Felsen stoßen können…

Zweihundertsechsundvierzig

Jetzt ist sie endlich da: unsere „Civic Number“. 246. Damit haben wir sozusagen auch eine postalische Anschrift. Gut, es gibt noch keinen Briefkasten, aber es ist alles nur noch eine Frage der Vorstellungskraft.

246

246

Ansonsten geht es zügig weiter. Heute haben wir den zweiten Satz Bilder bekommen. Natürlich werden wir sie, wie immer, online stellen.
Vorgestern hat uns Ray über die weiteren Schritte informiert. Leider mußten sie gegen Mittag Ihre Arbeit abbrechen, da da Wetter doch sehr zu wünschen übrig ließ. Ich denke, dass das aber auch auf den Bildern deutlich wird.
Bei der „Foundation“ wird jetzt schon die zweite Betonschicht gezogen. Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, wann mit den Aufbauten, sprich Wänden, begonnen werden kann.

Jetzt geht’s los!

Es hat jetzt doch ein, zwei Tage länger gedauert, als ursprünglich geplant. Umso größer ist jetzt natürlich meine Freude, dass die ersten optischen Aktivitäten auch dokumentiert wurden. Ich werde die Photos natürlich in einem kompletten Block online stellen.

Das allererste Foto von Red Cove Heights

Das allererste Foto von Red Cove Heights

Letzte Woche war übrigens Thomas in Nova Scotia und hatte u.a. auch die Möglichkeit, sich die Aktivitäten auf „Red Cove Heights“ vor Ort live anzusehen. Ihr könnt mir glauben, mein Neidfaktor hat in diesem Augenblick jede Neidskala gesprengt. Der Vorteil war natürlich, dass er mir die neuesten Informationen schon vorab, sozusagen exklusiv, geben konnte. Aber ich kann auch teilen.
Deshalb bekommt Ihr hier einen Teil meiner Korrespondenz, die mir doch ein sehr gutes Gefühl gibt. Vor allem die Informationen, die Ray direkt betreffen.

Zitat:
„Ich war am Sonntag auf Eurem Grundstück. Leider war es an diesem Morgen recht nebelig, ich habe mir die Bilder nur auf der Cam angeschaut, kann also noch nicht sagen, ob sie etwas geworden sind.
Der Driveway zum Haus ist fertig. Beim Brunnen – ich habe nicht alle Pin’s gefunden, bin mir nicht sicher, wie groß Euer Grundstück ist. Ich kann deshalb nicht sagen, ob es Eurer Brunnen ist. Jedenfalls war da ein Brunnen. Mehr war nicht zu sehen – die eigentlichen Bauarbeiten dürften erst noch beginnen. Ist Ray Sampson Euer Baumeister?
Ihr habt Euch einen schönen Platz für Euer Haus ausgesucht – bin mal gespannt, wie es in 8 – 10 Wochen aussieht.“

Ein Teil meiner Antwort:
„Du hast recht, Ray ist unser Baumeister. Kennst Du Ihn etwa?
Den Brunnen, den Du auf unserem Grundstück siehst gehört zu dem Nachbar-Haus.
Theoretisch hätten wir ihn natürlich benutzen können. Da er aber sehr alt ist, wollten wir lieber einen neuen Brunnen graben lassen.“

Zitat:
„Von Ray habe ich nur Gutes gehört. Soll ein erfahrener Baumeister sein. Cape Breton ist eh ein Nest, jeder kennt jeden.
Greg, mein Mann für Strassenarbeiten, Brunnen etc. meinte jedenfalls: Lange im Geschäft, hat viel Erfahrung und vor allem die Ruhe, nur so viele Aufträge anzunehmen, die er auch abarbeiten kann.“

Diese Information hat natürlich meinen Eindruck nur bestätigt. Und ich muß sagen, dass ich froh bin, dass wir uns für Ray entschieden haben.

Ich werde jetzt noch ein paar Bilder online stellen, sodaß Ihr Euch noch einen genaueren Eindruck von den Baufortschritten machen könnt.

Montag, 8. Mai 2006 – 21:37 Uhr
Kleiner Zwischenbericht

Obwohl es im Moment so aussieht, als ob die Dinge nur extrem zähflüssig voran gehen, tut sich offensichtlich doch Einiges im Verborgenen.
Ich habe gerade mit Ray telefoniert und die Dinge laufen komplett nach Plan:
Wie besprochen war letzte Woche der Highway-Inspektor vor Ort und es konnte die Stelle für die Straßeneinfahrt festgelegt werden.
Und nicht nur das – die Grundstückszufahrt wurde von Leonard bereits gebaut, sodaß ab nächster Woche die Trucks rollen können.
Noch in dieser Woche wird uns der „Building Inspector“ unsere „Civic Number“ mitteilen. Dann haben wir endlich unsere heißersehnte Hausnummer und die Visitenkarten können in den Druck gehen…
Anfang kommender Woche beginnen auch die Vorbereitungen für den neuen „Well“, also für die Bohrung des Brunnens.
In einigen Tagen soll es dann auch mit der Foundation losgehen. Ich glaube, dass Ray sogar gesagt hat, dass es Übermorgen losgehen soll. Das wäre natürlich wirklich exzellent. Es kann aber auch sein, dass das nur ein kurzer Tagtraum war. Wir werden sehen.
Ende der Woche will Ray auch die, von mir schon lang erwarteten, ersten Photos mailen. Natürlich bekommt Ihr sofort die Bilder ins Netz gestellt. Ist doch klar.

Ach ja – nächste Woche Donnerstag sollen auch schon die Fenster und Türen angeliefert werden…
Ich weiß zwar nicht, wo die gelagert werden sollen, aber ich denke, dass ich das auch noch erfahren werden.

Von Civic Numbers und Grundstücks-Einfahrten

Da ich heute mit Ray telefoniert habe, sind wir auch auf das Thema „Civic Numbers“ zu sprechen gekommen. Dazu möchte ich an dieser Stelle ein kurzes Zitat aus dem Red Cove Forum erwähnen:

„Ist mir eben gerade eingefallen, als ich Deinen neuesten Tagebucheintrag (Building Permit) gelesen habe:
Civic Number – für die „Todo-Liste“. Frage doch mal Deinen Bauherrn, ob er, nach Fertigstellung und Endabnahme, auch die Civic-Number beantragt und vor allem das entsprechende Schild auch besorgt.
Hatte ich damals selbst machen müssen, war ein großes Zeitaufwand ( wer macht dieses Schild etc. ).“

Die „Civic Number“ ist im Grunde genommen nichts anderes, als die Haus-Nummer. Diese Nummer richtet sich allerdings auch nach der Größe des Grundstücks und wird, soweit ich weiß, von der Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Building-Inspektor vergeben.
Wer hier noch genauere Informationen hat – immer her damit.
Ich muß mich allerdings nicht um die CN kümmern. Das erledigt Ray für uns. Wahrscheinlich bekommen wir diese Nummer schon in der nächsten oder übernächsten Woche.

Der zweite wichtige Punkt ist die Genehmigung für die Erteilung und Festlegung der Grundstücks-Einfahrt. Auf jeder Seite der Grundstücks-Einfahrt muß freie Sicht für 120m sein. Das dürfte für uns also kein Problem bedeuten. Raymond hat den entsprechenen Termin am kommenden Montag auf unserem Grundstück. Donnerstag findet dann ein zweites Gespräch statt, an dem die Genehmigung wohl erteilt wird. Ray sieht hier jedenfalls kein Problem. Anschließend wird dann direkt mit dem Bau der Grundstücks-Einfahrt begonnen. Ich hoffe, dass ich Euch dann die ersten Photos in zwei Wochen zeigen kann.

Noch eine kleine Information zur „Building Permit“:
Ich hatte erwähnt, dass die Genehmigung am Grundstück angebracht werden muß. Das war von meiner Seite ein Mißverständnis. In diesem Zusammenhang bedeutet „Property“ nicht Grundstück, sondern das „Haus“.
Zum jetzigen Zeitpunkt muß Ray die Baugenehmigung nur bei sich führen und auf Verlangen vorzeigen. Erst wenn das Haus steht, muß Sie am Gebäude angebracht werden.

Building Permit

building permit

Auszug aus der Baugenehmigung

Wie ich ja bereits erwähnt hatte, passiert im Moment nicht allzuviel. Eine, für uns gute Nachricht, gibt es allerdings doch: Wir haben vor zwei Tage die Kopie unserer „Building Permit“, Baugenehmigung, erhalten. Diese muß von Ray jetzt direkt an der Baustelle öffentlich ausgehängt werden, damit für jeden ersichtlich ist, das diese Baustelle legal ist.
In fünf Abschnitten wird die Baustelle jetzt vom „Building Inspector“ überprüft, d.h. nach jedem dieser Bauabschnitte erfolgt eine Abnahme durch den Inspektor.

Das sind die die fünf Bauabschnitte:
1. Footing
2. Foundation & Drainage
3. Framing and Rough Plumbing
4. Ready for Drywall
5. JOB COMPLETED

Diese oder nächste Woche, müßten die Straßen auch wieder für den Verkehr für „Overloaded Trucks“ freigegeben werden, d.h., dass dann auch das entsprechende Baumaterial angeliefert werden darf. Im Winter und Frühjahr sind viele dieser kleineren Straßen für den Schwerlast-Verkehr gesperrt.

Da ich noch ein bißchen Platz für weitere Einträge habe, möchte ich Euch noch eine kleine Info geben, die absolut nichts mit dem Hausbau zu tun hat

Das Thema sind …. Schuhe.
Vielleicht wissen es ja die meisten von Euch schon: Kanadier haben kleine Füße.
Das ist für uns Europäer schon ein gewisses Problem, da man Outdoor Schuhwerk in Kanada wesentlich günstiger bekommt als in Deutschland. Leider ist meistens bei der Größe 10,5 Schluss. Wer also, wie ich, Größe 11,5 trägt, kann sich fast alle Schuhe angucken aber nicht anprobieren. Das wollte ich nur mal so erzählt haben.

Genauso schlau wie vorher

Jetzt bin ich genauso schlau wie vorher, denn ich habe von Schwartz Furniture bisher immer noch keine Antwort erhalten. Allerdings habe ich in Bezug auf mein letztes Posting zwei Zuschriften erhalten, die ich unbedingt mit Euch teilen möchte, denn unterschiedlicher können Interpretationen nicht ausfallen:

Zitat:
„Aus unserer Erfahrung kannst Du wohl den Kontakt mit dem Möbelgeschäft abschreiben. Wenn die sich nicht mehr melden, haben sie Dir in der Regel nichts mehr zu sagen. Jedoch scheint die kanadische Mentalität nicht zu erlauben, dieses auch per entsprechendem Feedback auszudrücken. Aus gleichen Gründen haben wir uns nämlich auch bei IKEA eingedeckt. Die Qualität ist etwas schlechter, als Du es von DE gewöhnt bist, allerdings haben wir mit Umtausch nie Probleme gehabt. Die haben sogar Sachen nach Monaten umgetauscht, obwohl wir keinen Kassenbon mehr hatten. IKEA baut hier noch auf und daher ist der Kundenservice spitzenklasse. Ist natürlich rein subjektiv.“

Zitat 2:
„Das ist so, für uns schwer zu begreifen, aber kanadische Realität. Das war uns im Vorfeld schon klar. Als wir im Herbst 2004 die ersten Versuche unternahmen, Möbel, Kühlschrank, Herd etc. auszusuchen, bzw. Angebote einzuholen wurde schnell klar: Angebote versenden, besonders auf einen längeren Zeitraum hin, mögen die Kanadier nicht. Hätten wir alles sofort mitgenommen, ein Preisnachlass von 20 – 30% wäre kein Problem. Das war einer der Hauptgründe, warum ich 2005 sehr oft – meistens nur für 3 Tage – drüben war. Wir haben ausgesucht, getestet, bestellt und angezahlt. Damit war der Deal dann perfekt – für beide Seiten. Aber keine Sorge, es klappt.“

Ich persönlich hoffe jetzt einmal für uns, dass der zweite Erfahrungsbericht zutreffen wird. Denn mit jeder Minute nähern wir uns ja dem September und damit vielleicht doch noch
einer Antwort – und vielen Rabatten…

Ich glaube, ich werde nachher noch mal ein höfliches Mail verschicken, in der Hoffnung doch noch eine Antwort zu erhalten.

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