Entlang der Atlantikküste führt die Leuchtturm-Route durch die maritimen Provinzen Kanadas. Das ganz eigene Lebensgefühl in den dortigen Orten lohnt eine Reise. Zum Beispiel in die winzigen Fischerdörfchen Ost- und West-Berlin.

Halifax – Die grünen Ortsschilder markieren noch immer die Grenze. Links führt die schmale Asphaltstraße nach West Berlin, rechts geht es nach East Berlin – von Wiedervereinigung keine Spur. Seit mehr als 100 Jahren liegen sich die beiden Berlins an der Ostküste Kanadas gegenüber. Die Ortsschilder sind ein beliebtes Fotomotiv bei deutschen Touristen, die ihren Weg in die Einsamkeit der Atlantik-Provinz Nova Scotia finden.

Leuchtturm-Route heißt die Touristenstraße, die sich von Halifax bis Yarmouth im Westen schlängelt. Wer auf den Zeltplätzen der Küstennaturparks übernachtet, wird morgens vom kehligen Heulen der Atlantik-Robben geweckt. Wer es städtischer mag, macht in Lunenburg Halt. Seit 1985 gehört die Hafenstadt mit ihren bunten Holzhäusern aus dem 18. Jahrhundert zum Weltkulturerbe.

Am Kai schaukelt das Segelschiff „Bluenose“, das an die Seefahrer- und Einwanderertradition Nova Scotias erinnert. Der trockene Humor der letzten Fischer der Stadt bleibt Touristen nicht lange verborgen. „Lobster Crossing“ – Hummerübergang – mahnt ein gelbes Straßenschild am Hafen. Auf der anderen Seite der Straße liegen nicht zufällig die teuersten Fischrestaurants der Stadt.

Lebensgefühl wie aus dem Buch

Die offene, unverblümte Art der Ostküstenbewohner mag daher rühren, dass in Nova Scotia irgendwann jeder einmal aus der Fremde gekommen ist, aus Großbritannien, Frankreich oder Deutschland. Die maritimen Provinzen Kanadas sind nicht mehr Europa, noch nicht Amerika – und manche behaupten, dass sie auch nicht sehr kanadisch seien. Bücher wie Annie Proulx’ „Schiffsmeldungen“ haben ein Stück des kuriosen Lebensgefühls der „Maritimes“ in die Welt getragen.

Im Hafen von West Berlin liegen Fischerboote an der Mole vertäut. Bauchige Hummerfallen stapeln sich neben Bootsschuppen, das Seegras des Marschlandes wogt im Wind. Neugierige, die sich über den Ortsnamen wundern, finden ihren Weg zu Borden Conrad, Rechtsanwalt und Hobbyhistoriker. Von ihm erfahren sie, dass West und East Berlin nichts mit deutschen Einwanderern zu tun haben.

Vielmehr hieß West Berlin lange Blueberry – Blaubeere. Das ist kein Scherz, auch wenn Borden Conrad ein wenig aussieht wie Danny de Vito und gern wilde Geschichten erzählt. Schilder erwähnen den alten Ortsnamen als Beweis – und als Erinnerung an die ersten Siedler, die ihre neue Heimat nach der Natur benannten.

Lunenburg

Lunenburg, NS

Einsam zwischen Heulboje und Untiefen

Glaubt man Borden Conrad, sind West und East Berlin die Schöpfung einer ehrgeizigen Lehrerin des 19. Jahrhunderts. Sie soll den Namen Blueberry als peinlich empfunden haben. Als sie 1871 über die Gründung des Deutschen Reiches las, soll ihr Berlin als neuer Name passender erschienen sein – samt Ortsteil West und Ost. Im Provinzarchiv liest sich die Geschichte wesentlich kürzer. Die Namen West and East Berlin gehen auf einen Parlamentsbeschluss des Jahres 1886 zurück, heißt es dort.

Heute führt eine schmale Küstenstraße von West nach East Berlin. Eine Heulboje warnt vor den Untiefen des offenen Atlantiks, 30 Menschen wohnen noch hier. Eine davon ist Doris Schrane, eine lebenslustige Mittfünfzigerin, die stolz auf ihre Geburtsurkunde ist. „East Berlin“ steht da, sonst nichts. „Sie haben einfach vergessen, Kanada draufzuschreiben“, sagt sie.

Ihrer Ansicht nach hat Doris Schrane durch diese bürokratische Panne so etwas wie eine universelle East-Berlin-Bürgerschaft erworben. „Die Menschen im eingemauerten Ost-Berlin haben mir immer Leid getan“, bekennt sie. Doris Schrane würde so gern einmal ins deutsche Berlin reisen. Doch sie ist in ihrem Leben nur bis Bridgewater gekommen, das sind 40 Kilometer auf dem Küsten-Highway. Die Frage, ob sich East und West Berlin in Nova Scotia vereinigen sollten, hat sie sich noch nicht gestellt. Sie kichert wie ein kleines Mädchen. „Nun, wir könnten hier vielleicht das Gras wiedervereinigen“, schlägt sie vor.

Peggys Cove

Peggy's Cove, NS

Bedrohung

Bedrohung

Da ich momentan auf dem F one fifty Trip bin, möchte ich Euch diesen Clip natürlich nicht vorenthalten.

Jetzt geht’s los!

Es hat jetzt doch ein, zwei Tage länger gedauert, als ursprünglich geplant. Umso größer ist jetzt natürlich meine Freude, dass die ersten optischen Aktivitäten auch dokumentiert wurden. Ich werde die Photos natürlich in einem kompletten Block online stellen.

Das allererste Foto von Red Cove Heights

Das allererste Foto von Red Cove Heights

Letzte Woche war übrigens Thomas in Nova Scotia und hatte u.a. auch die Möglichkeit, sich die Aktivitäten auf „Red Cove Heights“ vor Ort live anzusehen. Ihr könnt mir glauben, mein Neidfaktor hat in diesem Augenblick jede Neidskala gesprengt. Der Vorteil war natürlich, dass er mir die neuesten Informationen schon vorab, sozusagen exklusiv, geben konnte. Aber ich kann auch teilen.
Deshalb bekommt Ihr hier einen Teil meiner Korrespondenz, die mir doch ein sehr gutes Gefühl gibt. Vor allem die Informationen, die Ray direkt betreffen.

Zitat:
„Ich war am Sonntag auf Eurem Grundstück. Leider war es an diesem Morgen recht nebelig, ich habe mir die Bilder nur auf der Cam angeschaut, kann also noch nicht sagen, ob sie etwas geworden sind.
Der Driveway zum Haus ist fertig. Beim Brunnen – ich habe nicht alle Pin’s gefunden, bin mir nicht sicher, wie groß Euer Grundstück ist. Ich kann deshalb nicht sagen, ob es Eurer Brunnen ist. Jedenfalls war da ein Brunnen. Mehr war nicht zu sehen – die eigentlichen Bauarbeiten dürften erst noch beginnen. Ist Ray Sampson Euer Baumeister?
Ihr habt Euch einen schönen Platz für Euer Haus ausgesucht – bin mal gespannt, wie es in 8 – 10 Wochen aussieht.“

Ein Teil meiner Antwort:
„Du hast recht, Ray ist unser Baumeister. Kennst Du Ihn etwa?
Den Brunnen, den Du auf unserem Grundstück siehst gehört zu dem Nachbar-Haus.
Theoretisch hätten wir ihn natürlich benutzen können. Da er aber sehr alt ist, wollten wir lieber einen neuen Brunnen graben lassen.“

Zitat:
„Von Ray habe ich nur Gutes gehört. Soll ein erfahrener Baumeister sein. Cape Breton ist eh ein Nest, jeder kennt jeden.
Greg, mein Mann für Strassenarbeiten, Brunnen etc. meinte jedenfalls: Lange im Geschäft, hat viel Erfahrung und vor allem die Ruhe, nur so viele Aufträge anzunehmen, die er auch abarbeiten kann.“

Diese Information hat natürlich meinen Eindruck nur bestätigt. Und ich muß sagen, dass ich froh bin, dass wir uns für Ray entschieden haben.

Ich werde jetzt noch ein paar Bilder online stellen, sodaß Ihr Euch noch einen genaueren Eindruck von den Baufortschritten machen könnt.

Mit einem vereinfachten Versandkostensystem hat der Spezialist für Kanada-Fanartikel „Beers and Bears“ seinen Kundenservice weiter optimiert. Die sogenannte „Versandkosten-Flatrate“ des Kamener Unternehmens beinhaltet einen festen Preis für alle Sendungen – unabhängig von Umfang und Artikelanzahl der Bestellung. Kunden zahlen für jede Bestellung innerhalb von Deutschlands 4,50 €uro Versandkosten. Durch dieses Vorgehen soll die Transparenz für den Kunden weiter erhöht werden.

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