Januar 2009


Samstag, 14. Januar 2006 – 10:25 Uhr

Das lange Warten – Teil 2

Nachdem mich gestern beim Schreiben ein Anfall akuter Lustlosigkeit überfallen hat, möchte ich heute die restlichen, noch offenen, Fragen beantworten:

Auch in Kanada ist eine Grundbesitzabgabe üblich.
Wenn man nur ein nacktes Grundstück besitzt, ist die in der Regel sehr niedrig. Grundstücke mit einer Größe von 2-3 acres (8.000 – 12.000 qm) kosten in der Regel nicht mehr als 50 bis 100 Can$ (Das sind die mir bekannten Werte – es kann natürlich Abweichungen geben). Teurer wird es erst, wenn Sie sich dazu entschließen, Ihr Grundstück durch ein Haus aufzuwerten. Der Wert Ihres Hauses wird im Übrigen nicht von Ihnen ermittelt, sondern von dem zuständigen Regierungsbeamten. Es kann also durchaus passieren, dass Ihr Haus steuerrechtlich auf einmal viel mehr oder viel weniger wert ist. Je geringer der Wert Ihres Hauses eingeschätzt wird, desdo besser für Sie. Geringer Hauswert = geringere Steuerbelastung.

Die jährliche Belastung dürfte für ein „normales“ Haus bei ca. 1.000 – 1.500 Can$ pro Jahr liegen. Diese Werte habe ich von befreundeten Hausbesitzern. Falls Sie sich jedoch entschließen sollten, sich einen 400 qm Palast mit geteerte Zufahrt zu bauen, können die jährlichen Belastungen ganz andere Werte erreichen.
Ich kenne Kanadier, die bewußt jede Menge Müll um Ihr Haus verteilen, nur um den Eindruck von einem runtergekommenen Haus zu erwecken.
Der Wert Ihres Hauses wird einmal im Jahr ermittelt. Auf dem Papier könnten Sie also durchaus ernorme Wertsteigerungen erzielen, was allerdings nicht wünschenswert wäre.
Zur Ermittlung des Hauswertes müssen Sie den Regierungsbeamten allerdings nicht in Ihr Haus lassen. Der „Van Gogh“ über dem Kamin könnte vielleicht einen falschen Eindruck erwecken.

Auch das Thema Versicherungen sollte man nicht unterschätzen. Haben Sie eine Alarmanlage, so ist das gut für eine geringere Prämienhöhe. Liegt Ihr Haus in einem Stadtzentrum oder an einer Staatsstraße,die im Winter geräumt wird, so ist das ebenfalls nicht von Nachteil.
Haben Sie sich aber für die diskrete Alleinlage, mitten im Wald, an einer selbstgebauten „Gravel-Road“ entschieden, so können Sie durchaus von sehr hohen Versicherungsprämien ausgehen.
Außerdem ist es wichtig, dass Sie einen sogenannten „Housekeeper“ einsetzen, der täglich nach dem Rechten sieht.

Ein weiterer Punkt sind die laufenden Kosten. Auch im Winter, wenn Sie Ihr Haus vielleicht gar nicht bewohnen, laufen die Stromkosten weiter. Gerade im Winter. Empfehlenswert ist es, dass Sie die Mindesttemperatur in Ihrem Haus auf 10° – 12° halten. Ansonsten könnte es passieren, dass sich Ihr schöner „Hard floor“ Boden in eine Wellenlandschaft verwandelt.

You know you’re in Canada when:

You think sexy lingerie is tube-socks and a flannel nightie…with only 8 buttons
The mosquitoes have landing lights.
Leave cars worth thousands of dollars in the driveway and put our useless junk in the garage.
You can get a pizza to your house faster than an ambulance

You know you’re in North America when:

They have drive-up ATM machines with Braille lettering.
We use answering machines to screen calls and then have call waiting so we won’t miss a call from someone we didn’t want to talk to in the first place.
People order large fries a double cheeseburger and a diet coke.
Banks leave both doors open and then chain the pens to the desks.

You know you’re in the USA when:

Drug stores make the sick walk all the way to the back of the store to get their prescriptions while healthy people can buy cigarettes at the front!
FYI: Can’t buy cigarettes in pharmacies in Canada.

Kanada ist berühmt für einsame Wälder und wilde Naturparks. Doch ein winziges Eiland schert aus: Die Prince Edward Insel vor Kanadas Küste hat sich zum Lieblingsort für Strandfans und Gourmets gemausert. Jetzt kommen auch noch Literaturliebhaber.

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Charlottetown, Kanada – Die Menschen auf Prince Edward Island sind es gewohnt, übersehen zu werden. Mit gut 5500 Quadratkilometern ist ihre halbmondförmige Insel im Sankt-Lorenz-Golf die kleinste der kanadischen Provinzen. Einen Besuch wert ist sie aber allemal.

Wer es als Tourist gewohnt ist, ins Naturland Kanada vor allem mit Wanderstiefeln zu reisen, sollte für den Besuch auf Prince Edward noch ein Paar Badeschlappen mitnehmen. Die Inseln sind der ideale Ort zum Ausspannen nach anstrengenderen Naturtouren. Der Verkehr dünnt aus, sobald die Inselhauptstadt Charlottetown verlassen wird. Erdbeerfelder, Maisfelder und immer wieder Kartoffeln: Säuberlich in Reih und Glied gepflanzt, stehen die schnurgeraden Kartoffelbeete Spalier für Farmhäuser, die mit niedrigen, weißen Lattenzäunen umgeben sind.

Die Insel ist so klein, dass ein kanadischer Kartenverlag einmal vergaß, die Insel einzuzeichnen. Und selbst ihr langer Name wird vom Rest Kanadas abgekürzt: Gesprochen wird immer von „PEI“, wobei die Buchstaben kaugummiartig verbunden werden. Das klingt dann etwa so, als ob der Konsonant die beiden nachfolgenden Vokale über die Teppichstange ziehen würde: Pi – Ie – Ei. Ein typischer Tag „on the island“ bringt dann auch Badespaß, Kultur und Spitzengastronomie mühelos unter einen Hut.

Die Fahrt zu den schönsten Stränden an der Nordküste, Cavendish Beach und Brackley Beach beispielsweise, dauert mit dem Fahrrad nicht zu lange. Die Wassertemperaturen liegen im Sommer dank des Golfstroms, der die Insel streift, um die 20 Grad. Beide Strände sind Teil des Prince Edward Island National Park, einem im Wesentlichen aus 40 Kilometern Sandstrand und Dünen bestehenden Küstenstreifen. Wer den Tag mit einem außergewöhnlichen Dinner fortsetzen lassen möchte, sollte die berühmten PEI-Hummer probieren. Die sind allerdings nicht ganz billig: PEI-Hummer gelten als Delikatesse, denen Gourmets hunderte Kilometer hinterherreisen. Entsprechend viele „Lobster Supper“-Restaurants gibt es auf der Insel.

Einen Besuch lohnt zudem das kleine Städtchen Cavendish, am westlichen Ende des PEI-Nationalparks gelegen. 300.000 Besucher reisen jeden Sommer zu diesem Ort – alles nur wegen „Anne“. 1908 zum ersten Mal erschienen, wurden die „Anne of Green Gables“-Bücher in 20 Sprachen übersetzt. In Japan feierte eine Ausgabe jüngst die 100. Auflage. Lucy Maud Montgomery, die Schöpferin der rothaarigen Göre Anne, wuchs hier ganz in der Nähe auf.

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Sie inspirierte das „Green Gables House“ ihrer Inselverwandten zu der Geschichte über das arme Waisenmädchen mit dem großen Mundwerk und dem Herzen auf dem rechten Fleck. Viele „Anne“-Pilger schwärmen, alles sei so wie im Buch, wenn sie mit glänzenden Augen das Haus mit den grünen Giebeln, das altmodische Wohnzimmer und Annes Schlafzimmer im Obergeschoss inspizieren. Heute kann das Haus besichtigt werden. Es ist längst zu einem Museum umgebaut worden.

Anne wäre nicht PEIs Exportartikel Nummer eins, gäbe es nicht auch ein Musical über sie. Die Produktion ist fester Bestandteil des alljährlichen Charlottetown Festivals und wird im Confederation Centre of the Arts aufgeführt. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, dass die Sitznachbarn die Texte mit- oder gar vorsprechen – viele von ihnen kennen die Geschichte auswendig.

Dass die Lästerer auf Kanadas Festland die Prince-Edward-Insel gerne als zwei Strände mit einem Kartoffelacker dazwischen verspotten, ficht die rund 135.000 meist irisch-schottischstämmigen Insulaner längst nicht mehr an. Es ist ja auch nicht ganz falsch: PEI bringt ein Drittel der kanadischen Kartoffelernte ein, allerdings in sehr gepflegter Umgebung.

„PEI ist ein ruhevolles, grünes Paradies, das auf den Wogen des Meeres treibt“, schwärmte die Autorin Lucy Maud Montgomery zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Es ist heute noch so.

Inseldaten: Prince Edward Island

Anreise: Air Canada, Lufthansa, Condor, LTU und Air Transat fliegen von verschiedenen deutschen Flughäfen nach Toronto, Montreal oder Halifax. Von dort aus zum Teil mehrmals täglich Flüge nach PEI. Mit dem Auto sind es von Toronto aus etwa 1600 Kilometer Strecke, von Montreal aus 1000 und von Boston in den USA gut 1100 Kilometer.

Klima und Reisezeit: Der Winter ist ausgesprochen kalt, der Sommer eher heiß mit Temperaturen oft über 30 Grad. Hauptreisesaison: Mai bis September.

Freitag, 13. Januar 2006 – 22:50 Uhr

Das lange Warten

Da wir vor Ende Januar nicht mit unserem Angebot rechnen, hat für uns natürlich erst einmal das lange Warten begonnen.

Gut, kann man nicht ändern. Da ich mich, wie viele von Euch, auch regelmäßig bei CDN (ehemalig grosses Kanada-Forum – Der Autor) rumtreibe, versuche ich jetzt einfach hier mal ein Frage von einem Kanada-Liebhaber ausführlicher zu beantworten:

„Ich träume (ist bislang leider wirklich nur ein Traum) schon länger von einem Grundstück in Kanada. Letztens hab ich dann von einer Freundin (Halbkanadierin) erfahren, wie billig die dort sind! Jetzt hab ich aber doch einige Fragen: Wo ist der Haken? Wieso sind diese riesen Grundstücke so billig? Ist es erlaubt, auf seinem Grundstück zu bauen, oder muss ich irgendwas beachten? Gibts da irgendwelche versteckten Kosten, Steuern oder so, oder ist nach dem Kauf alles geregelt?“

Also grundsätzlich ist es so, dass auch in Kanada der Preis von Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Wenig Einwohner und relativ wenig Touristen mit Kauf-Interesse = niedriger Preis für Grundstücke in einem riesigen Land. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass sich das Interesse der Kanadier an einem Wasser-Grundstück doch sehr in Grenzen halten, wird sehr schnell deutlich, warum Fluß-, See,- oder Ocean-Grundstücke für uns Deutsche auf einmal bezahlbar sind. Ein Haken ist jedenfalls nicht dabei.

Zu der Frage, ob man auf seinem Grundstück bauen darf, ist folgendes zu sagen: Grundsätzlich ja. Entscheidend ist allerdings, welche Art von Septic-Tank eingesetzt werden muß. Hierfür (den Septic-Tank) muß man auf alle Fälle einen entsprechenden Antrag stellen. In der Regel macht dies der „Engineer“, der das Grundstück überprüft hat. Die Dauer bis zur Genehmigung beträgt in der Regel 2 – 4 Wochen. Liegt die Genehmigung für den Septic-Tank vor, dürfte der Bauantrag nur noch reine Routine sein. Die Geschichte mit dem Bautrag kann ich Euch allerdings erst in ca. 2 Wochen mit eigener Erfahrung bestätigen (hoffe ich), denn Gabi und ich befinden uns ja noch in der „Septic-Phase“. Viel kleiner als 2 acres (ca. 8.000 qm) sollte das Grundstück allerdings nicht sein, weil es sonst Probleme mit der Plazierung des Tanks, des Brunnens und des Hauses geben könnte.

Die neue Ausgabe des ADAC Reisemagazin ist ein Spezial rund um das Thema Kanada. Auf der Website finden Sie bereits einige kleine Leseproben.

Die Dimensionen des zweitgrößten Landes der Erde sind nur schwer zu fassen: Kanada hat etwa 200 000 Kilometer Küstenlinie (Italien zum Vergleich: 7600), ist rund 28-mal so groß wie Deutschland, in Kanada leben etwa drei Menschen auf einem Quadratkilometer, in Deutschland sind es mehr als 230. Und: Kanada hat 42 Nationalparks, teils riesige, immer streng geschützte Reservate. Genau diese Einsamkeit und Weite sind es und diese gewaltige Natur, die viele Menschen faszinieren. Im Heft stellen wir Ihnen die zehn schönsten Nationalparks vor, entführen Sie in die Musikszene Montréals und nehmen Sie mit auf eine Bahnfahrt von Halifax nach Vancouver.

Anbei erhalten Sie schon mal das Inhaltsverzeichnis der Printausgabe:

Reportagen

AUFTAKT: Gesichter eines Landes

TORONTO: Licht-Gestalten
Diese Metropole hat jede Menge Großstadtflair und modernste Architektur Infoteil: Gute Adressen für Tag und Nacht

NATIONALPARKS: Landschaft im XL-Format
Wo die Natur den Atem verschlägt: zehn der schönsten Parks im ganzen Land

ARKTIS: Keine Angst vor großen Tieren
Zu Gast auf Banks Island, der Heimat der Moschusochsen

MONTRÉAL:„Frei wie eine Fledermaus …“
Dieser Stadt liegt der Rhythmus im Blut
Infoteil: Zu Musikfestivals & mehrs

MYTHOS KANU: Bewegte Zeiten
Transportmittel, Vehikel für Jäger, Freizeitspaß – das Kanu hat in Kanada Kultstatus

FRENCH RIVER: Am Busen der Natur
Paddel-Abenteuer auf der alten Route der Pelz- händler am Lake Huron Infoteil: für Kanuten, Rafter, Wanderer

VANCOUVER: Immer auf dem Sprung
Porträt einer (fast) perfekten Stadt
Infoteil: Schön schlafen, shoppen, staunen

VANCOUVER ISLAND: „Respektiere alles Leben!“
Wo die Regeln der Ureinwohner bis heute gelten
Infoteil: Adressen für Whale-Watching & Co

ESSAY: Der weite Weg nach Hause
Wie Ibi Kaslik, kanadische Schriftstellerin mit ungarischen Wurzeln, ihre Heimat sieht

NOVA SCOTIAa & NEUFUNDLAND: Auf Achse
Mit dem Wohnmobil durch die Weite der wilden Küstenprovinzen
Infoteil: Alles zum mobilen Camping-Urlaub

EISENBAHNFAHRT: Zug um Zug …
Der Weg ist das Ziel: Ein- und Aussichten zwischen Halifax und Vancouver

WILDLIFE: Die Bären sind los
650 Kilogramm Lebendgewicht hinterlassen Spuren – Erlebnisse mit Grizzly & Co

LODGES: Wildnis de luxe
Zünftiges Holzhaus oder Luxusquartier: die schönsten Unterkünfte in der Natur

HELISKIING: Weiß-Zeichner
Über Freuden des Fahrens auf einsamen Pisten
Infoteil: Fünf Top-Skigebiete

Hintergrund
Auswanderer: Sechs Glückssucher berichten über ihre neue Heimat. Dazu: Tipps für den Neuanfang
Wirtschaft: Vom Goldfieber zum Ölrausch

Diesen Bericht habe ich heute in der aktuellen Stern Online Ausgabe gefunden. Erstmalig – oder seit langer, langer Zeit -  wird nicht ständig nur auf den amerikanischen Automobil-Herstellern herum gedroschen, sondern es wird einfach mal über die Entwicklung der “Ami-Schlitten berichtet. Auch hier wird es mit Sicherheit den einen oder anderen geben, der für diese Berichtsform kein Verständnis hat – und das ist auch ok. Ich liebe halt diese wagen und mache da auch keinen Hehl draus.

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Nicht erst seit gestern wird über die großen drei US-Hersteller gemeckert. Zu groß, zu durstig und unzeitgemäß – das sind bekannte Vorurteile. Doch die deutschen Schimpftiraden täuschten lange Jahre über den Neid auf den Luxus und den Ideenreichtum der Amerikaner hinweg. Denn wichtige Autotrends kommen seit Jahrzehnten aus den USA.

Als man sich in Deutschland zurückhaltend über den VW Käfer, den automobilen Inbegriff des Wirtschaftsaufschwunges freute, blubberten zwischen Chicago und Las Vegas bereits mächtige US-Schlitten über die Highways. Die waren schon immer etwas geräumiger als anderswo auf der Welt. Gigantische Limousinen, sportliche Edelcoupés oder grandiose Cabriolets boten den Insassen einen Luxus, den man in Europa allenfalls aus Kinofilmen kannte. Hier saßen die US-Sternchen auf weichen Ledersitzen mit elektrischer Verstellung, genossen die Annehmlichkeiten von elektrischen Fensterheber oder Schiebedächern, während sich Papa in seinem alten Rekord noch eine Sehnenscheidenentzündung holte. In unseren Breiten wurden die Fenster bei der Fahrt in Sommerurlaub mit Handtüchern verhängt um den Innenraum zu kühlen. In den USA fuhren die Autos bereits in den 60er und 70er Jahren mit sanft kühlenden Klimaanlagen und ließen sich von einem Tempomaten das Gaspedal halten. Der heute längst etablierte Tempogehilfe feierte bei Chrysler vor über 50 Jahren seine Serienpremiere.

Doch die USA brachten der Autoindustrie mehr als kleine Annehmlichkeiten während der Fahrt in den Urlaub. Der Ford Tin Lissy war Anfang des letzten Jahrhunderts das erste Auto, das kostengünstig am Fließband gebaut wurde und für die breite Masse der Bevölkerung gemacht war. Als man 1914 vom Manufakturbetrieb auf die Fließbandproduktion umstieg, sank der Preis von knapp 900 US-Dollar auf weniger als die Hälfte.

Die ersten Luxuslimousinen kamen ebenso aus den USA wie die Vans. Der Chrysler Voyager ist auf dem Vanmarkt das Urgestein. Der erste Minivan von Chrysler prägte ein neues Fahrzeugsegment und behauptet sich bis heute mit Erfolg im Meer der Geländewagen und Crossover. Im Jahre 1983 sah eine Amerikanerin auf einem Restaurant-Parkplatz in Houston ein völlig neuartiges Auto, das sie sofort begeisterte. Eckig-modern gestylt, größer als ein Kombi, aber nicht zu sperrig, mit viel Platz und allerlei Komfort: Das schien das optimale Familienfahrzeug zu sein. “Was bitte ist das, und wo kann ich es kaufen?” wollte die Frau von den Passagieren wissen. Die Chrysler-Manager, die mit dem frisch ausgelieferten Minivan zum Mittagessen unterwegs waren, grinsten über beide Ohren – und ahnten, was für einen Riesenerfolg der Wagen haben würde. Chryslers Minivan traf den Nerv der Baby Boomer-Generation, die gerade fleißig dabei war, selbst Familien zu gründen. Ein Van war 1983 nichts Neues. Vorläufer wie der VW Bulli oder Ford Club Wagon waren im Prinzip Nutzfahrzeuge mit Fenstern.

Auch die Geländewagen haben ihren eigentlichen Ursprung in den USA. Der Willys Jeep galt im Zweiten Weltkrieg als unverwüstlich. Der Willys MB war noch lange nach dem Zweiten Weltkrieg so typisch für amerikanische GIs wie Kaugummi und Rock-and-Roll-Musik. Dabei hatte das Militärfahrzeug nichts anzubieten, was auch nur im Entferntesten dem Komfort seiner Insassen diente. Die Sitze erinnerten an Campingstühle, Türen oder Fenster gab es gar nicht. Vor Regen schützte nur ein notdürftiges Klappverdeck. Die Soldaten liebten den Willys Jeep trotz seiner harten Schale heiß und innig. Mit seinem zuschaltbaren Allradantrieb kam das 3,3 Meter kurze und 63 PS starke Wägelchen schließlich überall durch und überwand Steigungen von 60 Prozent.

Nicht weniger imposant war der Erfolg der Sport-Utility-Vehicle, kurz SUV. Geländewagen stammen aus Armee- und Nutzfahrzeugzeiten und wurden in den 60er Jahren eine Mischung aus komfortabler Reiselimousine, Kombi und Geländewagen. Den Anfang machte in den frühen 60ern zunächst der Jeep Wagoneer und kurz danach der Chevrolet Blazer. Doch der echte SUV-Trend wurde in den 80ern und frühen 90er Jahren weltweit vom Jeep Grand Wagoneer und seinem Nachfolger Grand Cherokee begründet. Er war der erste Edel-Offorader mit großen Fähigkeiten im Gelände, Leistung satt und allem erdenklichen Komfort. Angetrieben wurden die Allradler von V6- und V8-Triebwerken mit 3,7 bis 6,7 Litern Hubraum.Wenn es um sportliche Coupés geht, führt um den Ford Mustang kein Weg herum. 1964 vorgestellt war der der Inbegriff eines bezahlbaren Sportcoupés mit grandiosen Fahrleistungen. In den USA war der Mustang das erste Pony Car, dem später europäische Coupés wie der Opel Manta oder der Ford Capri hinterher eilten. Doch Ford brachte nicht nur dem Mustang das traben bei, sondern hatte die Automobilwelt bereits in den 50er Jahren mit dem sportlich-eleganten Thunderbird in Verzückung versetzt. Bis in die 70er Jahre galt der T-Bird weltweit als das schönste Cabriolet überhaupt.

Was den Deutschen ihr Porsche 911 oder den Italienern ein Ferrari, ist den Amerikanern die Corvette. Erstmals Mitte der 50er Jahre vorgestellt, ist die Corvette seit mehr als einem halben Jahrhundert eine der größten Sportwagenikonen der Welt. Ungemein sportlich, ungemein schnell und im Vergleich zu europäischen Konkurrenz stets bezahlbar. Ging es im Jahre 1953 bei gerade einmal 150 PS los, so leistet das aktuelle Topmodell Corvette ZR-1 620 PS und schafft mehr als 330 km/h Spitze. Kaum weniger sportlich ist die Geschichte des Dodge Charger, der bei uns durch eine Fernsehserie “ein Duke kommt selten allein” Ruhm und Ehren erlangte. Hier gab es täglich das gleiche Spiel. Die beiden Dukes geben mit ihrem orangefarbenen Dodge Charger mächtig Gas und Boss J.D. Hogg schaut zusammen mit seinen dümmlichen Sheriffs wieder einmal dumm aus der Wäsche. Die US-Serie war weltweit ein Publikumsrenner. Hauptdarsteller war General Lee, ein 350 PS starker Dodge Charger.

Der US-Markt ist reich an Autolegenden. Von dem immerschwarzen Ford T-Modell über unendlich lange Cadillacs, die sensationellen Thunderbirds bis zu Renncoupes wie der Corvette. Dodge gilt als eine der Marken mit dem größten Einfluss auf den US-Markt. Doch auch wenn ein Challenger durch die sensationelle Verfolgungsjagd mit einem Ford Mustang in dem Streifen “Bullit” Filmgeschichte geschrieben hat: Eines der schärfsten US-Autos aller Zeiten ist der Dodge Charger.
Und die Historie der amerikanischen Fahrzeugtrends setzt sich fort. Auch wenn Hybridfahrzeuge zunächst von asiatischen Herstellern in den Markt gebracht wurden. Der Trend wurde ebenfalls in den USA geboren. In keinem Land der Welt werden mehr Hybriden angeboten und verkauft. Tendenz steigend. Stefan Grundhoff; press-inform

Was haben Needles n Pins und Kanada gemeinsam? Beide haben auf alle Fälle eine sehr große Anhänger-Schar dies- und jenseits des Ozeans.

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Offensichtlich ist es so, dass gerade die Kanadierinnen sehr gerne Handarbeiten in Ihrer Freizeit “erledigen”. Entsprechend groß ist natürlich auch das Angebot an Bastelartikeln in Kanada.

Um diesen Bedarf jetzt auch in Deutschland zu decken, hat Beers n Bears ein entsprechendes Sortiment aufgenommen. Unter der Rubrik Needles n Pins finden Sie jetzt allerei Zubehör für den Bastelfreund: Glasperlen, Pom Poms, Deko-Vögel und noch jede Menge anderes Zubehör. Ein Blick kann also bestimmt nicht schaden.

Eingebettet zwischen dem Pazifik und den Rocky Mountains bietet die Provinz British Columbia eine einzigartig abwechslungsreiche Landschaft. Das gesamte Gebiet ist ein wahres Paradies für Outdoorfreaks. Von Whale-Watching bis Trekking reichen die Naturerlebnisse. Mehr als 450 Naturparks gibt es in British Columbia – inklusive eines Regenwalds aus 1000 Jahre alten Zedern, hoch oben auf dem Mount Revelstoke. Wer einmal zwischen den Uralt-Bäumen gewandert hat, wir das nie wieder vergessen. Aber damit ist es der Attraktionen noch lange nicht genug. Sogar ein „Spaziergang auf dem Mond“ hält die Provinz für ihre wanderfreudigen Besucher auf Lager. Daran erinnert nämlich eine Tour durch den Nisga’a Memorial Lava Bed Provincial Park – eine seltsam anmutende Landschaft aus schwarzem Vulkangestein.

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Die fjördenreiche Küstenlinie British Columbias erstreckt sich über die schier unglaubliche Länge von rund 20 000 Kilometern. Entsprechend umfangreich sind die Wassersportmöglichkeiten, die die Provinz bietet: Sie reichen vom Extrem-Angeln in den Gewässern rund um die Queen Charlotte Islands bis zum Meeres-Kayaking in der Johnstone Strait. So wird die Meerenge zwischen dem Festland und der landschaftlich atemberaubenden Insel Vancouver Island genannt. Jeden Sommer wandern dort unzählige Orcas durch das Gewässer – ein Anblick, den man nie wieder vergisst. Zahlreiche Veranstalter bieten für diese Attraktion geführte Touren an, bei denen man den Tieren ganz nah kommen kann.

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