Dezember 2008


Sonntag, 8. Januar 2006 – 18:03 Uhr
Back ‘ome

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Leider mußten wir irgendwann auch wieder nach Hause (Ihr merkt an der Schreibweise, daß ich jetzt wieder ein deutsches Tippbrett zur Verfügung habe). Diesmal ist der Flug auch wieder einwandfrei über die Bühne gegangen, obwohl wir in Halifax mal wieder mit dem Nebel zu kämpfen hatten.

Nach kurzem Hin und Her haben wir uns bei der Außenfassade für die Kombination Wicker Cafe / Colonial Blend entschieden. „Wicker Cafe“ ist ein sehr warmer Beige-Ton. Colonial Blend (für das Dach) hat eine drei-farbige Körnung (gelb, braun und schwarz). Wir denken, daß das sehr gut harmonieren müßte, obwohl bei den meisten Häuser helles Siding mit einem dunklen Dach kombiniert wird.

Bei dem „Vinyl Siding“ haben wir uns für die Firma „Gentek“ entschieden. „Mitten“ war auch noch in der Auswahl, konnte uns aber nicht den gewünschten Farbton bieten. Bei dem „Siding“ sollte man auch noch auf die Garantie für die Farbechtheit achten. Je nach Hersteller und Farbe sind dort Unterschiede von 10 bis 35 Jahren möglich. Wir haben uns für eine Haltbarkeit von 25 Jahren entschieden, nicht weil dieser Punkt für uns so wichtig war, sondern weil es die von uns gewünschte Qualität nicht mit „35 years warranty“ gab.

Unsere „Shingles“, also die „Dachpappe“, haben wir aus dem „CRC Katalog – Quantum 25″ ausgewählt. In dem Katalog sind entsprechende Muster enthalten. Ihr bekommt Ihn kostenlos bei „Home Hardware“.

Während unseres Urlaubs hat mich übrigens folgende Anfrage erreicht:

„Eine Frage haben wir jedoch zur Euren Berichten im Tagebuch: Warum fahrt Ihr eigentlich nach Kanada, denn Baumärkte gibt es doch bei uns auch und Praktiker hat im Moment wieder 20% Rabatt! Diese Frage kommt natürlich von Olaf, ich wäre natürlich nie auf diese Idee gekommen.“

Hallo Olaf, schau Dir doch einfach mal das Bild oben an. Ich glaube nicht, dass Praktiker hier in absehbarer Zeit bauen wird – und das ist auch gut so und deshalb kaufe ich sehr gerne bei „Central“ – ohne Rabatt .

Eine weitere Frage war die Folgende:

„Ich habe noch eine kurze Anregung für das Tagebuch: Vielleicht könntet Ihr mal erläutern, wie die Umrechnung von den Dollars in Euro ist, das wäre bestimmt für viele Leute interessant.“

Also der aktuelle Umrechnungskurs ist 1 €uro = 1,41 Can$
Der Wechselkurs liegt allerdings bei nur 1,32 Can$.
Man kann also bei allen von mir genannten Preisen ca. 30% abziehen und anschließend wieder 15% HST (Steuern) draufrechnen .

Was unseren Kaufpreis betrifft, werden wir Ende Januar ein komplettes Angebot (Turn Key ready) – schlüsselfertig – erhalten. Wir sind schon jetzt gespannt, was uns erwartet.

Wir möchten Ihnen, unseren geneigten Lesern, ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in das Jahr 2009 wünschen.

Bitte bleiben Sie uns gewogen und bis bald

Gabi & Wolfram

Hier folgt jetzt der 9. Teil von unserem Hausbau in Kanada. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

Mittwoch, 4. Januar 2006 – 13:53 Uhr
Von Angeboten und Preisen

Ich hatte ja schon in einem der letzten Postings erwaehnt, dass man bei einem Hausbau von Kosten in Hoehe von ca. 1.000 Can$ plus Tax pro qm ausgehen kann. Diese Information ist offensichtlich relativ.
In mehreren Gespraechen hat sich herausgestellt, dass die Kosten auch durchaus bei 1.200 Can$ plus Tax liegen koennen. Es haengt einfach von den unterschiedlichen Baumaterialien ab. Unser erstes Angebot liegt allerdings bei ca. 1.500 Can$ plus Tax und ist damit erst einmal eindeutig zu hoch. Vielleicht muessen wir jetzt in den Verhandlungs-Modus umschalten. Ich denke aber, dass uns eine gewisse Gelassenheit dennoch gut zu Gesicht steht, da wir uns ja lediglich in der ersten Runde befinden. Deshalb duerfte das erste Angebot auch erst einmal relativ egal sein.

Was das aeussere Erscheinungsbild betrifft, haben wir eine neue Herausforderung gefunden. Urspruenglich wollten wir eine Aussenverkleidung in rotem „Vinyl Siding“ – das ist eine Art Plastik, dass hier bei sehr vielen Haeusern verwendet wird – und ein Dach in „Light Grey“. Leider gibt es den von uns gewuenschten Farbton nicht in „Vinyl Siding“, sondern nur in „Metal Siding“ – und kommt damit nicht fuer uns in Frage. Deshalb haben wir uns bei „Central“ und „Home Hardware“ erst einmal die kompletten Farbmuster fuer das Dach und die Waende besorgt, um eine neue Farbauswahl zu treffen. Zwei Kombinationen sind dabei in die engere Wahl gekommen:
Sandalwood / Colonial Blend und Brownstone / Tile Red. An dem Namen „Red Cove Heights’ werden wir aber nicht mehr ruetteln.

Fortsetzung folgt

Überwintern in der Arktis

Jürgen Kurapkat mit Thermometer, das minus 20° Grad zeigt.

Jürgen Kurapkat erfüllte sich einen Traum: Zusammen mit seiner Freundin Michelle lebte er acht Monate in einer Blockhütte, 300 Kilometer von jeglicher Zivilisation entfernt. Ein Gespräch über die Zweisamkeit im kanadischen Winter.

In ihrer Holzhütte mussten beide auf elektrischen Strom, Zentralheizung, Wasserklo und Highspeed-Internet verzichten. Dafür zählten Elche und Bären zu ihren Nachbarn.

Deutschland redet bereits vom Kälteeinbruch, wenn es schneit. Wie kalt war es in Kanada?
Wir haben einen relativ milden Winter erwischt: Die normalen Temperaturen lagen zwischen 20 und 30 Grad minus. Nur selten auch bei 40 Grad unter Null. Der Körper gewöhnt sich in wenigen Wochen an die Kälte. Bei minus 20 habe ich kaum noch Handschuhe getragen. Eher selten. Sechs bis sieben Wochen lang bekamen wir keinen einzigen Sonnenstrahl ab. Unsere Hütte lag geographisch, vergleicht man es mit Europa, etwa auf der Höhe von Trondheim – also südlich vom Polarkreis. Aber auf 1000 Meter Höhe. Selbst wenn die Sonne schien, sahen wir sie oft nicht, weil die umliegenden Berge sie abschirmten.

War das nicht deprimierend?

Könnte man denken. Aber wir empfanden es anders. Durch den Schnee war stets eine gewisse Grundhelligkeit vorhanden. Bei Vollmond konnte man nachts ohne Taschenlampe herumlaufen. In der Abgeschiedenheit gab es ja keine Fremdeinflüsse, die Nächte waren also sternenklar.

Wie lange dauert der Winter im Yukon?
Etwa bis Mai. Wir kamen im Juli an und begannen sofort, die Hütte winterfest zu machen. Im August fiel dann bereits der erste Schnee.
Andere Menschen flüchten vor dem Kälteeinbruch in wärmere Gefilde. Haben Sie eine Vorliebe für kalte Zonen?
Ich mag den Winter, weil er so echt ist und auf das Wesentliche zurückführt: Es geht darum, genug Essen zu bekommen, warm und trocken zu bleiben. Das Leben im Norden ist sehr elementar – das bringt eine gewisse Klarheit in den Kopf.
Sie bekamen über rund 240 Tage außer Ihrer Freundin keine Menschenseele zu Gesicht. Kommt da neben der Klarheit nicht irgendwann auch Langeweile auf?
So gut wie gar nicht. Wir wollten ja Ruhe finden. Und man macht einfach alles sehr viel langsamer, schläft länger, fährt den Rhythmus runter. Allein eine Stunde dauerte es, um die Hütte überhaupt warm zu kriegen. Dann hieß es Holzhacken. Oder wir machten einen Ausflug – Langeweile hatte da kaum eine Chance.
Wie verbrachten Sie die Abende?
Nach dem Essen haben wir meist Canasta gespielt…
…das klingt nicht eben romantisch.
Man philosophiert nicht jeden Abend, redet nicht ständig. Über was auch? Es passiert ja kaum etwas. Dafür kann man in Ruhe lesen, auch schwerere Werke. Ich schaffte sogar „Krieg und Frieden“, das hätte ich in Deutschland nie durchgelesen.
Wie haben Sie sich mit Ihrer Freundin auf so engem Raum verstanden?
Ganz am Anfang gab es einen kleinen Streit, ansonsten kamen wir extrem gut miteinander aus. Es gab ja auch kaum Reibungspunkte oder Situationen, in denen man sich entscheiden musste. Wer, wie, wo – solche Fragen stellten sich erst gar nicht. In der Wildnis kann man sich höchstens darüber streiten, in welche Himmelsrichtung man wandert.
Hatten Sie überhaupt Kontakt zur Außenwelt?
Über ein Satellitentelefon konnten wir einmal pro Woche mit unseren Eltern E-Mails austauschen. Mehr hätte zu viel Strom verbraucht. Zur Sicherheit hatten wir noch ein klassisches Funkgerät. Beim abendlichen „Trapperfunk“ trafen sich so sieben, acht Leute, die auch in der Wildnis lebten. Dabei ging es weniger um Weltnachrichten, sondern um Verletzungen, um das Wetter oder wer gerade die größten Nordlichter hat. Natürlich hätten wir auch einen Weltempfänger mitnehmen können. Und tatsächlich haben wir in der Situation nach Neuigkeiten gelechzt; andererseits hatten wir uns ja entschieden, Abstand zur Welt zu gewinnen.
Waren Sie bewaffnet?
Wir hatten ein Gewehr dabei und auch eine Lizenz, um Rebhühner oder Hasen zu jagen. Aber da kam gleich die klassische Diskussion auf: Muss das sein, nur um es mal auszuprobieren? Ich war dafür, meine Freundin dagegen, und sie setzte sich schließlich durch.
Dann gab es statt Frischfleisch nur Konserven und Astronautennahrung?
Ja, schon sehr viel Trockennahrung: Milchpulver, Eipulver, Käsepulver sowie reichlich Tomatenmark. Unser Klassiker waren Käsenudeln mit angebratenen Trockenwürstchen. Und als Nachtisch Brötchen mit Erdnussbutter, selbst gebacken mit Schamottesteinen auf dem Ofen – sehr kross und knusprig!
Nun sind Sie zurück im modernen Bayern, immerhin nahe der Alpen. Was haben durch Ihren Aufenthalt in der Wildnis-WG gelernt?
Rein technisch gar nichts, wir waren ja keine Novizen. Aber innere Ruhe zu entwickeln, nicht so schnell in Hektik zu verfallen. Dinge, die man hier allerdings auch schnell wieder vergisst. Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier. Inzwischen empfinden auch meine Frau und ich null Grad wieder als saukalt.
Was empfehlen Sie für den Umgang mit der kalten Jahreszeit?
Man soll doch froh sein, wenn es ein richtiger Winter wird. Nur wenn wirklich Schnee und Kälte kommen, kann man sich auch aufs Frühjahr freuen. Ich rate möglichst viel raus zu gehen, auch mal jenseits der eingetreten Pfade im Wald zu laufen – vor der Kälte einfach nach drinnen zu flüchten, wäre jedenfalls schade. Erst die Unterschiede der Jahreszeiten sorgen doch für Spannung.

Das Interview hat Roland Brockmann für das Magazin Stern geführt. Es wurde am 8. Dez. 2008 veröffentlicht.

Sowas sieht man wohl auch nicht alle Tage. Auf einem Wanderweg in Birds Hill, ungefähr fünfzehn Minuten nördlich von Winnipeg, war jedenfalls Deer Alarm.

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Ein Freund aus Ost-Kanada hat mir diese Info und die entsprechenden Fotos aus West-Kanada zugeschickt…

A fellow by the name of Dave Ashurst took these pics a few weeks ago at Cox Bay. He had a tripod and a telephoto, and was in the right place at the right time for this coast guard lifeboat to hit some crazy swell. Good thing those things can roll! Not sure about those guys on the top deck .

Beherrschendes Element von Vancouver ist die Natur. Innerhalb der Stadt besticht sie in Form der immergrünen Oase des Stanley Parks. Fährt der Besucher nur 20 Minuten aus Downtown heraus, findet er sich in einer der umwerfendsten Naturlandschaften Kanadas wieder. Man sagt, Vancouver sei die einzige Stadt der Welt, in der es möglich sei, am selben Tag über die Skipiste zu wedeln, danach den Golfschläger zu schwingen und am Abend eine Runde mit dem Segelschiff zu drehen. Umgeben von rauen Bergen auf der einen Seite und dem Pazifik auf der anderen, bietet sie alles, was das Herz des naturbewussten Cityhoppers begehrt.

Egal, zu welcher Jahreszeit sich der Besucher auf die lebhafte 2,1-Millionen-Metropole einlässt – immer wird er positiv überrascht. Aber abgefahren im wahrsten Sinne des Wortes wird es nachts im Winter: Den Flutlicht-Skifahrern auf den nahe gelegenen Skigebieten Cypress Bowl, Mount Seymour und Grouse Mountain eröffnet sich bei der Abfahrt ein atemberaubender Panoramablick auf das Lichtermeer der Stadt. Wo sonst auf der Welt kann man sich in einem solchen Ambiente dem weißen Sport widmen?! Im Sommer zieht es dann wieder unzählige Sonnenhungrige an die Strände, und in den Straßencafés tummeln sich die Müßiggänger.

365 Tage im Jahr ist eine andere Attraktion Vancouvers geöffnet: das Aquarium im Stanley Park. 60.000 Meerestiere leben in der Anlage, hautnah schwimmen sie an den Besucherreihen vorbei. Oder man erobert die Stadt von der Wasserseite: An Bord der zahlreichen Ausflugsschiffe zeigt sich die City von ihrer ungewöhnlichsten Ansicht. Noch spektakulärer wird der Blick auf die Stadt, erklimmt man den Vancouver-Lookout-Turm, hoch oben im Harbour Centre Tower auf 177 Meter Höhe.

Noch eine überraschende Ansicht Vancouvers bietet Dr. Sun Yat-Sen, der chinesische Garten. Mitten im Herz der brummenden Metropole liegt das stille, grüne Juwel. Er war der erste chinesische Garten im Stil der Ming-Dynastie, der jemals außerhalb Chinas entstand. Nach einer Tasse Tee geht es dann von der Vergangenheit weit in die Zukunft zur nächsten Attraktion: ins Science World Museum und das OMNIMAX Theater. Spektakuläre Filme auf einer der größten Kinoleinwände der Welt, interaktive Ausstellungstücke und hochinteressante Special-Events erwarten den Besucher hier.

Kurz und gut: Vancouvers einzigartiger Mix aus Natur und Kultur in allen Facetten zu beschreiben wäre müßig. Und schwer – das geben sogar die Stadtväter zu und reduzierten ihren offiziellen Werbeslogan auf ein so einfaches wie doppeldeutiges „spectacular by nature“. Das genügt.

Liebe Kanada-Freunde,

wir möchten Sie darüber informieren, dass es am Wochenende bei Beers n Bears leider einen Server-Absturz gegeben hat und unsere Webseite deswegen 4 Tage nicht zu erreichen war. Damit aber nicht genug: Der aktuelle Newsletter wurde kurz darauf vom System insgesamt 8 Mal versendet. Dafür möchten wir uns bei Ihnen entschuldigen. Ein weiterer Versand konnte übrigens nur dadurch verhindert werden, indem wir das Versand-Center komplett „gekillt“ haben. Damit sich ein solcher Fehler zukünftig nicht wiederholt, werden wir uns jetzt auf die weitere Fehlersuche begeben.

Wir möchten Sie noch einmal um Entschuldigung für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten und wünschen Ihnen schon jetzt schöne und erholsame Weihnachtstage.

Ihr Beers n Bears Team

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